Die 14 Hauptallergene –
Statistiken & Entwicklung
Prävalenz in Österreich und der EU, Trendentwicklung seit 2000 und Betroffene nach Altersgruppe. Alle Werte sind wissenschaftliche Schätzwerte.
Betroffene Bevölkerung: alle 14 Allergene
Anteil der betroffenen Bevölkerung in Prozent (Schätzwerte AGES, ECARF, EFSA)
Entwicklung seit dem Jahr 2000
Prävalenz ausgewählter Allergene in Österreich 2000–2024 (% der Bevölkerung)
Erdnüsse (+178 %) und Sesam (+233 %) verzeichneten seit 2000 die stärksten Anstiege – getrieben durch veränderte Ernährungsgewohnheiten, mehr Exposition in der Kindheit und verbesserte Diagnosestellung.
Schalenfrüchte (+114 %) und Gluten/Zöliakie (+78 %) steigen kontinuierlich. Bei Zöliakie ist ein Teil des Anstiegs auf bessere Diagnosemethoden zurückzuführen.
Milch/Laktose bleibt stabil auf hohem Niveau. Die Eiallergie zeigt einen leichten Rückgang, da viele Kinder die Allergie bis zum Schulalter „auswachsen".
Wer ist besonders betroffen?
Prävalenz nach Altersgruppe: Kinder (0–17 Jahre) vs. Erwachsene (18+ Jahre)
| Allergen | Kinder (0–17) | Erwachsene (18+) | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| 🥚 Eier | Häufigste Kinderallergie, viele wachsen heraus | ||
| 🥛 Milch | Bei Erwachsenen oft als Laktoseintoleranz | ||
| 🥜 Erdnüsse | Häufig lebenslang; Kinder deutlich häufiger betroffen | ||
| 🌾 Gluten | Diagnose oft erst im Erwachsenenalter | ||
| 🌰 Nüsse | Allergie persistiert und häufig lebenslang | ||
| 🦐 Krebstiere | Typische Erwachsenenallergie, oft nach Erstexposition | ||
| 🐟 Fisch | Kann neu im Erwachsenenalter entstehen |
Eier- und Milchallergien entstehen besonders häufig im ersten Lebensjahr. Bis zu 80 % der betroffenen Kinder entwickeln eine Toleranz bis zum Schulalter. Eltern sollten frühzeitig einen Kinderarzt oder Allergologen aufsuchen.
Krebstier- und Fischallergien entwickeln sich oft erst im Erwachsenenalter durch neue oder verstärkte Exposition. Erdnuss- und Schalenfrüchteallergien bleiben bei Erwachsenen i. d. R. lebenslang bestehen und können sich sogar verstärken.
Erdnüsse, Baumnüsse, Krebstiere und Fisch gelten als die häufigsten Auslöser schwerer anaphylaktischer Reaktionen. Betroffene sollten stets einen Adrenalin-Autoinjektor bei sich tragen und ihr Umfeld schulen.
Alle 14 Allergene im Schnellüberblick
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