Allergen G

Milch

Über dieses Allergen

Milch und Milcherzeugnisse sind das häufigste Allergen in Österreich. Zu unterscheiden sind die Milcheiweißallergie (immunologisch) und die Laktoseintoleranz (Enzymdefizit). Beide erfordern eine milcharme oder -freie Ernährung, jedoch aus unterschiedlichen Gründen.

Kuhmilch Butter Käse Joghurt Sahne Laktose Kasein Molke
Betroffene Bevölkerung (Schätzwerte)
🇦🇹 Österreich 4,5 % (≈ 409.500 Pers.)
🇪🇺 Europäische Union 5,0 % (≈ 22,5 Mio.)

Quellen: AGES, ECARF, EFSA. Werte sind Schätzwerte; die genaue Prävalenz variiert je nach Studie und Definition. Laktoseintoleranz (Allergen G) liegt bei europäischen Erwachsenen bei bis zu 15–20 %.

Typische Symptome
  • Laktoseintoleranz: Blähungen, Durchfall, Krämpfe
  • Milcheiweißallergie: Hautreaktionen, Erbrechen, Atemprobleme
  • Mögliche chronische Entzündungsreaktionen
Häufig enthalten in
Alle Milchprodukte (Käse, Joghurt, Butter) Backwaren und Kuchen Fertigsuppen und -saucen Schokolade und Süßwaren Molkenpulver in Sportnahrung Viele Margarine-Sorten Medikamenten-Überzüge
Tipps für Alltag & Restaurant
  1. Pflanzliche Alternativen: Hafermilch, Mandelmilch, Sojamilch, Reismilch – für verschiedene Zwecke unterschiedlich geeignet.
  2. Im Restaurant: „Laktosefrei” bedeutet nicht „milcheiweißfrei” – bei Eiweißallergie explizit nachfragen.
  3. Etiketten: „Molke”, „Kasein”, „Kaseinate”, „Milchpulver”, „Laktose” auf versteckte Milch prüfen.
  4. Hartgekäse (Parmesan, alter Gouda) enthält kaum Laktose – oft bei Laktoseintoleranz verträglich.
  5. Laktasepräparate (Enzyme als Tablette) helfen bei Laktoseintoleranz, NICHT bei Milcheiweißallergie.